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Blogst Workshop Styling & Fotografie. Oder: Schummeln geht immer.

Blogst-Foto-Workshop Momosellecopyright: momoselle.de, Workshop, Fotografie, Styling, Kamera, Objektiv

Stellt euch ein Foto einer perfekt gedeckten Tafel vor. Traumhaftes Bild, toll arrangiert, Blumen im Hintergrund, Geschirr zum Verlieben. „Der Tisch ist zwar für sechs Leute eingedeckt, aber es liegt nur dreimal Besteck aus. Das Bild wäre sonst zu überladen, zu unruhig“, weiht uns Clara Moring von Tastesheriff ein. Denn: „Schummeln geht immer!“ Wer genau hinsieht, bemerkt außerdem: Die Gläser stehen nicht in einer Reihe. Das würde eine seltsam gerade Linie auf dem Bild ergeben. Mmhh, ja stimmt. Wäre uns unter normalen Umständen sicher nicht aufgefallen. Zwei Aha-Erlebnisse von vielen beim Blogst Workshop Styling & Fotografie in Berlin.
Blogst-Snuggery

Wir treffen uns samstags in der super schönen Dawanda Snuggery in Charlottenburg – ich gerade noch pünktlich. Irgendwie verschätze ich mich in Berlin immer mit Entfernungen. Und von Kreuzberg einmal quer durch Berlin braucht halt seine Zeit.

Eine Truppe Bloggeretten plus Clara plus Ricarda Nieswandt von 23qm Stil – bereit für jede Menge Input, Lacher (ich sag’ nur Tampon-, öhm Tamron-Objektiv) und gemeinsame Foto-Action. Es ist der erste Workshop dieser Art – zustande gekommen nachdem auf der Blogst Konferenz im letzten Jahr dieses Thema unglaublich gefragt war. Clara geht vorher„ein bisschen die Muffe“. Völlig unbegründet, denn wie fasst es eine Blogger-Kollegin am Ende des Tages zusammen: Das vermittelte Wissen war zwar umfangreich, aber genau auf den Punkt gebracht. Und wer Clara kennt, weiß, dass sie mit ihrer lockeren Art selbst schnöden Technikkram wunderbar kurzweilig vermittelt.
Objektiv

Der Part was-sind-das-eigentlich-alles-für-Knöpfe-an-meiner-Kamera nimmt ziemlich viel Zeit in Anspruch. Was aber den meisten Teilnehmerinnen recht ist, denn es stellt sich heraus: Wir knipsen alle mehr oder weniger aus dem Bauch heraus oder schlicht per Trial-and-Error-Prinzip. So wie ich. Womit wir auch schon bei meinem Anspruch an den Workshop sind. Es wäre großartig, könnte ich meine Fotoeinstellungen gezielter vornehmen. Geplanter, klüger, professioneller.
Und so trägt Clara ihr geballtes Wissen in die Runde. Themen waren u.a.:

  • Objektive, Lichtstärken, Equipment
  • Bildsprache, Programme, Bildformate
  • MANUELLER MODUS (meine Herren!)
  • Social Media Formate
  • Fotografieren mit natürlichem Licht
  • Perspektiven, Bildaufbau
  • Anschnitte
  • Schummeln (es gibt coole Tricks, echt wahr)
  • Natürlichkeit
  • To do’s nach jedem Bild
  • People-/ Shops-, Veranstaltungs- /Reise-, Landschafts-/ Produkt-/ Still-Fotografie

Wir hören gebannt zu, schreiben mit, saugen sämtliche Infos auf. Clara führt live vor, was unterschiedliche Einstellungen bewirken. Die Kamera ist an ihren Laptop angeschlossen und wir sehen zeitgleich über den Beamer, was passiert. Ein Gugl wird mit Puderzucker bestreut. Klack, Foto. Der Puderzuckerstrahl ist als Rieseln zu erkennen. Die Belichtungzeit wird verändert . Klack, Foto. Das Rieseln erscheint fließender. Wir sind beeindruckt! Wollen auch…

Dass das alles natürlich nicht so einfach ist – und schon gar nicht an einem Tag erlernt werden kann, merken wir ziemlich schnell während des kurzen Praxisteils. Wir wuseln durch die Snuggery, sammeln Foto-Props, quetschen uns an die Fensterfront, bauen Minisets auf, fluchen, probieren, fotografieren. Clara und Ricarda unterstützen und helfen, Bedienungsanleitungen werden ausgepackt. Wir lachen uns gemeinsam kaputt über panische warum-ist-mein-Display-plötzlich-schwarz-Ausrufe. Und lachen noch mehr, als wir feststellen, dass unsere Kamera-Einstellungen so daneben sind, dass das Bild einfach nur sehr sehr dunkel erscheint.
Blogst-in action

Sehr wertvoll finde ich Claras Tipps für DIY-Eqipment, wie z.B.

  • mit Kosmetikspiegeln Reflexe setzen
  • mit Styroporplatten/ weißem Karton Sonnenlicht vom Fenster zurück auf das Set reflektieren
  • Butterbrotpapier/ transparente Vorhänge anstelle eines Diffusors nutzen

Die größte Herausforderung – neben der technischen Seite – ist für mich, die eigene Bildsprache zu finden. Ein wichtiger Punkt, um sich von anderen Blogs zu unterscheiden, vielleicht sogar aus der Masse herauszustechen. Tricky Angelegenheit! Schließlich hat jeder Vorbilder oder Lieblings-Blogs, deren Fotos begeistern und inspirieren. Wir nehmen den Food-Bereich als Beispiel und stellen fest, die Bildsprache ähnelt sich sehr. Vera von Nicest Things hat das kürzlich in einem ihrer Blog-Artikel auf den Punkt gebracht: „Soll ich mal ganz ehrlich sein? In letzter Zeit bin ich oft ein wenig blogmüde. Dann denke ich, willst du jetzt wirklich zum 742sten Mal Pies, Cakes oder Tartelettes backen, sie auf einem ranzigen Holzuntergrund mit einem Sabre-Löffelchen anrichten und ne dekorative Teedose ins Bokeh packen? Come on. Hat man schon tausendmal gesehen, allein schon auf meinem eigenen Blog. Es kommt mir alles so langweilig und beliebig vor, so austauschbar, so überall gleich.“

Trotzdem sind wir alle total motiviert, schlagen am Ende sogar einen Aufbau-Workshop vor, der sich ausschließlich auf Praxis und Styling konzentriert. Und jetzt? Heißt es üben, üben, üben. Ich muss ja gestehen, die Verlockung meine Kamera auf „P“ (Programmautomatik) zu stellen ist echt groß – und für Schnappschüsse natürlich völlig okay. Aber „M“(manuell) ist halt der Knaller – wenn man den Durchblick hat :).

Mit dabei waren:
Bibi von Kleine feine Köstlichkeiten
Catharina von Frau Rathmann
Katharina von Stich & Faden
Valérie von life40up
Jenny von Gören & Rabauken
Franziska von Veggie Love
Claudia (Blog in the making)
Angela von HerzStück
Diana von TM Interior GmbH (Blog folgt)
Susanne von Dufttraum
Annika von Buchstaben…plus
Astrid von Arthurs Tochter kocht
Simone von Küchenzirkus
(Hab ich jemanden vergessen? Bitte melden!)

Es hat mich gefreut euch alle kennenzulernen! Vielen Dank an Clara und Ricarda für diesen 1A Tag!

Nachtrag: Es gibt ein Blogst Pinterest Board “Styling und Fotografie” . Dort findet ihr interessante Artikel rund um ISO-Werte, Blendeneinstellungen, Fotohintergründe und mehr.

Ich war dabei: #blogst13

Blogst-13Neu auf der Bloglandkarte
Als erst-seit-kurzem-Bloggerin aber schon-seit-längerem-großer-Blog-Fan bin ich am vergangenen Wochenende nach Essen gepilgert. Dort fand die für mich erste BLOGST Konferenz statt. Ich gestehe: Ich war total aufgeregt. Nicht weil Mann und Kind zu Hause die zwei Tage womöglich chaotisch bezwingen würden, sondern weil ich als frischgebackene Frau Mo*moselle eben neu bin auf der Bloglandkarte. Aber jetzt kann ich sagen: Die Aufregung hat sich sowas von gelohnt (und die etwas dubiose Airbnb Übernachtungs-Location ebenfalls)! Es waren wahnsinnig tolle, inspirierende, lustige, bereichernde und motivierende Tage im Pott. Ricarda und Clara, die Gründerinnen dieser deutschen Blogger-Konferenz, haben für ein absolut spannendes Programm gesorgt.

Die Relevanz des Bloggens
Los gings mit den sisterMAG Damen Theresa und Antonia Neubauer. Mit ihnen schlüpften wir hinter die Kulissen und schauten, wie das mit Kooperationen bei einem digitalen Magazin so abläuft. Sogar in ihre Konzeptpapiere durften wir spicken. Weiter gings mit Suchmaschinenoptimierung, Storytelling und – meinem absoluten Favoriten – dem Vortrag von Juli Helmke über die Relevanz des Bloggens. Ihre Worte waren sehr persönlich und mitreißend. Warum Bloggen Herzblut ist, zeigt sie in diesem Video. Unbedingt anschauen! Mir hat es unheimlich Lust gemacht, mich von nun an nicht mehr nur als Leserin, sondern auch als Bloggerin im Blogland herumzutreiben.
Besonders spannend war für mich der Workshop von Anna (Dawanda): “Zehn Tipps, wie man großartige Do-it-yourself-Anleitungen erstellt”. Gute Idee, DIY-Tutorials auch als pdf zur Verfügung zu stellen.

Social Media Fragezeichen
Einzig der Input zu Social Media Kanälen lässt mich nach der Konferenz etwas ratlos zurück. Heiko Hebig von Facebook hat mit seinen Infos meine Lust auf eine Fanpage ziemlich schrumpfen lassen. Wie, meine Postings erreichen nur 16 bis 20 Prozent der Fanmasse (öhm, nicht dass ich schon eine Fanmasse hätte…)? Tja, getwittert wird wiederum wie wild und  Instagram hat einen absoluten musste-echt-machen-Faktor. Mannometer, ich schlaf da einfach nochmal drüber.
PS: Besonders gefreut hat mich der Austausch mit Manja von kandatsu und die Bekanntschaft mit Marisa von engelenchen.

Sponsoren
Dawanda, Auping, BRITA, design3000, Callwey, Edelman, Motel One, Nido, raeder, STYLEBOOK BlogStars, Urbanara

Goodie Bag Sponsoren
alles-fuer-selbermacher.de, connox, Dr.Oetker, Edeka, Feine Billetterie, Garn & mehr, glade by brise, Hampstead Tea London, Koziol, Krima & isa, Küchenfee Shop, la mesa,Lavera, Freixenet mia moscato, Möve, Pfeffersack & Soehne, Pott au chocolat, Rosendahl, sisterMAG, stoffe.de, blogforster