Archive of ‘DIY’ category

Bei mir tickts wohl nicht richtig? Und ob! #upcycling #uhr

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Während ihr euch diese Upcycling-Anleitung anschaut, genieße ich die letzten Tage unserer Zypern-Reise, schlürfe wahrscheinlich einen Frappé oder hänge am Strand mit Kind und Kegel ab :). Wie das so läuft, mit ‘nem Kleinkind und ‘nem Baby Zypern zu bereisen, erzähle ich bald. Soviel sei schon mal verraten:
–>Wir sind große airbnb Fans!!
–>Halloumi wird unterschätzt!
–>Johannesbrotbäume rocken!

Die DIY-Anleitung für die Upcycling-Uhr entstand schon vor einigen Monaten für ein Print-Magazin. Das Uhrwerk lässt sich auf den unterschiedlichsten Materialien anbringen. Ich habe ein altes Schneidebrett gewählt, weil ich die zerfurchte Oberfläche reizvoll finde. Super sieht sicher auch ausrangierter Pappkarton aus. Viel Spaß beim Nachbauen :)!

Das brauchst du:

  • ausrangiertes Holzschneidebrett
  • Uhrwerk mit Ziffernblattstärke 16-20 Millimeter (etwa sieben Euro im Bastelgeschäft)
  • Bohrmaschine/ 10er Bohrer
  • Pappe/ Karton
  • Cutter
  • Acrylfarbe
  • Pinsel

Und so gehts:

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Linked with Creadienstag

Quick’n'Easy DIY: Stiftemäppchen (ich war mal ‘ne Yogamatte) #upcycling #ohnenähmaschine

Upcycling-Yogamatte-Etui

Upcycling-Yogamatte-Stifte

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Ich gebe zu: So oll sieht die Yogamatte gar nicht aus. Ist sie aber. Das war meine Allererste und ich weiß nicht, was mich vor zehn Jahren in puncto Farbwahl geritten hat. Pink??? Öhm, nun ja. Jedenfalls hat sie bereits zahlreiche Chaturanga-Schweißausbrüche und wie-jetzt-einfach-mal-Handstand-ausprobieren-Panikattacken auf dem Buckel  ;). Rumgekommen ist sie auch schon ziemlich viel. Hat sich breit gemacht in den verschiedensten Yogastudios, auf Festivals und Hotelzimmerböden. Sie hat mich durch wunderbare Yoga Nightflights getragen und mir jede Menge beschwingte Momente beschert. Hey, ich hatte echt ‘ne gute Zeit mit dir! #glücklichmacher #yogarockt
Irgendwann kam dann trotzdem eine Neue und die Pink Lady verschwand im Schrank…
Ihr seht also – in diesem Upcycling-DIY steckt ‘ne Menge Geschichte, Herzblut und Schweiß.

Das brauchst du:

  • ausrangierte Yogamatte
  • Schere
  • Cutter
  • Gummiband

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Quick’n'Easy: DIY-Strampelsack aus ‘ner ollen Jogginghose #upcycling

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Ich steh ja voll auf Strampelsäcke für Babys. Einfach über den Body ziehen und zack – schon ist die kleine Madame fertig angezogen (okay, jetzt im Winter kommt natürlich noch ein Pulli dazu). Keine Socken, die ständig von den Mini-Füßchen rutschen, keine winzigen-Hosenbeine-die-über-winzige-Beinchen-gestülpt-werden-wollen-Prozedur. Und die kleine Madame kann wild strampeln, spürt ihre Füßchen inklusive dem bekannten Gefühl von Begrenzung.
Also, wenn ihr gerade eine Jogginghose entsorgen wollt und einen klitzekleinen neuen Menschen in eurer Nähe habt, sag ich: Halt, das olle Ding bloß nicht wegwerfen! Ihr könnt daraus mindestens zwei praktische Strampelsäcke zaubern. Einfach die Hosenbeine abschneiden und auf der Seite ohne Bündchen zusammennähen. Die Länge des Sacks variiert je nach Größe des Babys. Ich denke allerdings, dass er ab vier Monaten zu eng wird (es sei denn, ihr habt ‘ne super breite Pumphose am Start ;).
Das Upcycling-Projekt besteht aus einer einzigen Naht, denn das frühere Bündchen am Beinende wird nun zum Bündchen an Babys Bauch umfunktioniert. Ich habe die Naht bewusst außen platziert, um etwas Farbe ins Spiel zu bringen. Ihr könnt aber das Ex-Hosenbein ebenso rechts auf rechts zusammennähen und den Strampelsack anschließend wenden.
Viel Spaß beim Nachmachen!

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Das brauchst du:

  • olle Jogginghose
  • Schere
  • Nähmaschine
  • farbiges Garn

Und so gehts:

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linked with Creadienstag

Pin it, baby! Äh, steck it! #upcycling

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Hallo ihr Lieben! Wahnsinn, dass ihr trotz meiner langen Blogpausen immer wieder vorbei schaut. Wir sind mittlerweile ein Quartett ;). Unsere Kleene kam Ende Dezember in unsere Welt. Ich also jetzt so: müde, glücklich, müde, geflasht, müde, verliebt, müde….
Für den Blog habe ich viele Ideen, aber leider nur wenig Zeit. Ich versuche mein Bestes!! Auf jeden Fall mag ich euch einige Upcycling-Projekte zeigen. Wahnwitzige Näh-Aktionen schwirren natürlich auch in meinem Kopf herum. Ich träume von einem Mo’moselle Freebook und…hach ja…schau ma mal….
Jetzt starte ich erstmal mit einer Upcycling-Nummer ;). Ist quasi ein Ruckizucki-DIY: Eine Pinnwand aus ‘nem alten (kaputten) Bilderrahmen. Die Zettelhaufen, Bücherei-Quittungen und angebrochenen Zehnerkarten landen ab jetzt in solch einer “Steck”wand bei uns. Is’ nix Neues, ich weiß. Is’ aber super praktisch.
PS: Und wer die klitzekleine Kleene mal sehen will, schaut gerne bei  Instagram vorbei.

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Das brauchst du:

  • Bilderrahmen
  • Reißzwecken
  • Garn
  • Hammer
  • farbige Pappe
  • Klebeband

 

Und so gehts:

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linked with Creadienstag & Upcycling Dienstag

Buchtipp: Hands Up For Handmade – die besten DIY-Anleitungen aus 10 Ausgaben CUT Magazin

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Kennt ihr das CUT Magazin? Dieses auffallend gut gestaltete Heft, das die DIY-Bewegung als eines der ersten deutschen Print-Magazine mit ausgefallenen Schnittmustern und unkonventionellen Bastelanleitungen versorgte? Gerade ist die zwölfte Ausgabe mit dem Schwerpunkt Wolle in den Zeitungskiosken gelandet. Seit September gibt es nun das Buch zum Heft: “Hands Up For Handmade”, in dem das CUT-Team die besten DIY-Anleitungen aus zehn Ausgaben präsentiert. Wer also bisher fleissig jede Ausgabe gekauft hat, für den bietet das Buch nix Neues. Wer aber  – so wie ich – nur hin und wieder ein Exemplar erstanden hat, für den ist “Hands Up For Handmade” die geballte Ladung an aufwendig inszenierten DIY-Ideen inklusive Anleitungen, Vorlagen und Schnittmusterbögen. Und ja – das Buch enthält auch Selbermach-Produktionen aus den heiß begehrten, bereits vergriffenen und bei Ebay hoch gehandelten CUT Ausgaben ;).

Wer Lust hat, kann per Schritt für Schritt Anleitungen aus dem Buch z.B.:

  • Leuchtschriften an Wände zaubern
  • Patchworken, was das Zeug hält (und zwar nicht die klassische Tagesdecke! ;)
  • Accessoires stricklieseln
  • Strumpfhosen bedrucken
  • Lampen bauen
  • Kristalle selber züchten
  • sich den Wald in die eigenen vier Wände holen
  • Betonieren wie blöde
  • ‘nen Jumpsuit, ‘nen Parka oder ‘nen Rucksack nähen
  • oder einfach nur die tollen Bildstrecken bestaunen

Und wer mehr über die wilden Anfänge des CUT Magazins erfahren möchte, dem sei mein Interview  mit der damaligen Bildredakteurin und Modejournalistin Anja Kellner ans Herz gelegt (2010, Missy Magazine).
Das Buch ist übrigens bei Topp Lab erschienen – Plattform für Experimente und DIY-Buchlabel beim Frechverlag. Kannte ich vorher gar nicht. Ihr?

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Inhaltsverzeichnis
Patchwork
Liesel-strickt
Jacke-Gelato
Haptik

“Hands Up For Handmade” (Topp Lab, 22 Euro) ist eine persönliche Empfehlung von mir. Das Buch wurde mir vom Verlag auf Anfrage kostenlos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Kannste knicken: DIY-Adventskalender! Mit Papier, Kleber und Masking Tape seid ihr dabei.

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Gleich mal vorweg: So ‘ne Falterei frisst ganz schön viel Zeit. Jedenfalls wenn ihr nicht nur eine, sondern gleich 24 Geschenktütchen basteln wollt. Aber es lohnt sich, finde ich. Vor allen Dingen für diejenigen, die eine kostengünstige Variante suchen. Schließlich könnt ihr dieses Projekt auch prima zum Upcyclen nutzen: Mit Zeitungspapier oder alten Magazinseiten sehen die selbstgemachten Tüten sicher auch super aus.
Ich habe mich aus dem Supercraft-Herbst-Kit bedient. Diese wunderbaren Papierbögen hat das Duo von Paperlove Papeterie, Nataša Vučković und Saskia Behrens, für eine Lichterkette entworfen. Da aber genügend davon in der Selbermach-Box vorhanden sind, konnte ich zusätzlich den DIY-Adventskalender basteln. Voll jut!
Und jetzt ihr :).

Wie es geht:
Zeigen euch die Papeterie-Spezialistinnen von Paperlove in einer kurzen Video-Anleitung. Viel Spaß!

DIY – Origami Bag from kalle on Vimeo.

#adventskalenderliebe

Was Do It Yourself mit Yoga zu tun hat? Verrat’ ich euch im aktuellen Yoga Journal. #upcycling

Upcycling-YogamatteCoverCollageUpcycling-Yogamatte-Stiftem

Hach, das ist ja fast wie eine Reise in die Vergangenheit. Wie, wat, Vergangenheit? Nun ja, beim Yoga Journal habe ich einige aufregende Jahre als Redakteurin verbracht. Und jetzt mal wieder als Autorin für dieses großartige Magazin zu arbeiten, macht mich ein wenig melancholisch :). Also: Für alle, die wissen möchten was Yoga-Philosophie mit Upcycling und DIY zu tun hat, gibt es meinen Artikel dazu in der aktuellen November/ Dezember Ausgabe (“Nicht wegwerfen, da geht noch was!”). Ich habe dafür mit Christoph Harrach gequatscht – dem Gründer des Trendportals KarmaKonsum und treibende Kraft der deutschen Nachhaltigkeitsbewegung – und wild recherchiert. Wusstet ihr, dass PET-Flaschen eine prima Alternative zu Ziegelsteinen sind? Gefüllt mit Schutt oder Sand sind so schon über 60 Häuser und Wassertanks in Lateinamerika, Afrika und Indien realisiert worden. Abgefahren, oder?!
Und natürlich gibt es eine DIY-Anleitung zum Thema Upcycling: Schritt für Schritt zeige ich, wie ihr aus einer ollen Yogamatte ein schickes Stifte-Etui selber machen könnt. #ohnenähmaschine #in15minutenfertig

PS: Für alle Yogafans unter euch – In München findet seit heute die erste europäische Yoga Journal Konferenz statt. Die MUNICH SESSIONS laufen noch bis zum 3. November. Mehr Infos gibts hier.

DIY: Kissenhülle mit easypeasy Hotelverschluss plus Neonpaspel (#keinhexenwerk)

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Kissen-mit-Neon_Paspel
Paspel
Kissen-mit-Hotelverschluss

Erinnert ihr euch noch an die DIY-Picknickdecke, die ich im Frühjahr für das Snaply-Magazin genäht habe? Den dafür angefertigten Pfeil-Stempel wollte ich unbedingt nochmal verwenden. Und da wir nie genügend Kissen im Haus haben können (#kissenschlacht #kuschelattacke #gemütlichabhängen), war der Entschluss schnell gefasst :). Als besonderes Detail habe ein Paspelband gewählt und war überrascht, wie unproblematisch es zu verarbeiten ist. Ich habe nicht mal einen extra Nähfuß dafür benutzt (es empfielt sich ein Reißverschlussfuß). Tja und bei dem easypeasy Verschluss der Kissenhülle hab ich mich für einen Hotelverschluss entschieden. Nix da mit Reißverschluss-Friemelei oder Knopflöcher-Wahnsinn!
Viel Spaß beim Nachnähen!

Das brauchst du:

Materialien

Und so gehts:

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- Schneide dir zunächst deinen Stoff in der von dir gewünschten Größe zu.
- Beachte, dass die Rückseite deines Kissens etwas länger als die Vorderseite sein muss, da beim Hotelverschluss der Stoff überlappt.
- Schneide die Rückseite in zwei Teile (etwa im Verhältnis 2/3).

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- Versäubere jeweils eine Seite der beiden Rückenteile mit einer Steppnaht.
- Lege nun die Stoffstücke rechts auf rechts zusammen (der kleinere Teil der Rückseite liegt innen).
- Schiebe die Paspel zwischen die Stofflagen und nähe sie mit einem Geradstich zusammen (0,5 cm von der Stoffkante entfernt, sodass die Naht eng an der Paspelkordel liegt). Tipp: Verwende Stecknadeln, um die einzelnen Stofflagen und die Paspel zusammenzuhalten.
- Nähe die Vorder- und Rückseite der Kissenhülle zusammen.

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-  Bevor du an eine Ecke kommst, schneide drei Knipse in das Paspelband. So lässt sich das Band gut um die Ecke legen.
- Kurz bevor du wieder an den Anfang der Paspel kommst, trennst du am Ende des Paspelbandes ca. ein bis zwei Zentimeter Naht auf, schneidest die freigelegte Kordel ab und legst nun den Paspelanfang und das – ende ineinander. So ist das Band schön versäubert.

Eigenwerk-Magazin #13 – jetzt auch am Kiosk. Yay!

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Eine DIY-Zeitschrift, die ich euch wärmstens ans Herz legen möchte: Das  Eigenwerk-Magazin Nummer 13. Das Besondere an dieser Ausgabe, bei der sich alles um Stoff dreht: Eigenwerk-Chef Christian Geppert wagte damit den Sprung vom Netz in die Regale der Bahnhofskioske und Zeitschriftenläden. Und das ist nicht ohne! Deshalb mein Appell an alle DIY-Fans und Selbermacher: Koofen, koofen, koofen :)!
Ihr wollt euch für 6,50 Euro nicht die Katze im Sack ins Haus holen? Hier ein kurzer Inhalts-Check plus eine Runde virtuelles Blättern im Heft:

  •  Schritt für Schritt Anleitungen: Sweatshirts Makeover (coole Ideen – einfach umzusetzen), Couch-Kissen (Patchwork-Muster mit Dreiecken), Turnbeutel, Lieblingsrock kopieren, Lunchbag aus Waxed Canvas (tolles Material, wirkt wie Leder), Handyhülle ohne Nähmaschine (es wird gestickt)
  • Interviews: Mädchentraum, Käselotti
  • Portfolio: Emilie Faif (unglaubliche Textilkunst aus la France!!!)
  • Berichte: Green Fashion, neue Stoffe/ Textilfasern
  • Porträt: Swantje Wendt vom Nadelwald Co-Sewing Space
  • plus jede Menge Buch-, App- und Design-Tipps

Fazit: Ein hochwertiges DIY-Magazin, das sich dem Thema Stoff auf vielfältige Art und Weise nähert. Okay, über das Cover könnte man streiten… wollnwaabernich…Punkt ;)!
PS: Schaut doch mal auf Seite 15 der Preview.

„Mein Label ist wie ein kleiner Wellensittich!“ – Werkstattbesuch, Klappe die Erste: Vaersgo

Vaersgo BrustbeutelWer aufmerksam meine Treibgutsammlungen verfolgt, dem ist vielleicht noch der grandiose Vaersgo Brustbeutel in Erinnerung geblieben. Handgefertigt inklusive grafischer Siebdruckmuster kommen Conny Wiedemuths schlichte Taschen, Topflappen, Mäppchen und Postkarten daher.
Mit Vaersgo starte ich meine WERKSTATTBESUCHE. In loser Folge werde ich Kreative bei ihrer Arbeit besuchen. Ich nehme euch mit in Ateliers, Werkstätten, Bastelbutzen – oder, so wie bei Conny, in das Arbeitszimmer zuhause. Vaersgo ist ihr Herzblutprojekt, das seit drei Jahren neben ihrem Vollzeitjob als Grafikerin an den Wochenenden wächst und gedeiht. Welche Rolle Kopenhagen, eine Pferdedecke und ein Wellensittich bei dem kleinen Münchner Label spielen und warum dabei nix ohne ein “Bitteschön!” geht, erzählte mir die 31-Jährige bei einer Tasse Kaffee an ihrer Nähmaschine unterm Hochbett.Conny WiedemuthTaschen mit Lederhenkel
Du warst während deines Kommunikations-Design-Studiums ein Semester in Kopenhagen. Was hat dich dort nachhaltig geprägt?
Kopenhagen ist schlicht und einfach meine Stadt. Dort herrscht eine tolle Atmosphäre, die Menschen sind entspannt und haben ein Auge für gute Gestaltung. Ich mag das minimalistische und klare Design sowie die Verbindung von Tradition und Moderne in Skandinavien.
Wie ist dein Label entstanden und was hat es mit dem Namen auf sich?
Ich nähe schon sehr lange. Ehrlich gesagt fing es damit an, dass ich als junges Mädchen unbedingt eine Pferdedecke haben wollte. Da die aber zu teuer war, hieß es Selbermachen! Meine Mama zeigte mir schließlich wie es funktioniert und so begann meine Leidenschaft fürs Nähen. Vaersgo gibt es nun seit drei Jahren. Es ist cool ein eigenes Label zu haben, das gibt meinem Schaffen einen Rahmen und eine Bedeutung. Und zum Namen: Vaersgo ist dänisch und bedeutet „bitteschön“. In Kopenhagen habe ich das sehr oft gehört. In Cafés beispielsweise wird jede Bestellung mit einem „vaersgo“ gebracht. Ich mag es, dass meine Produkte quasi mit einem „bitteschön“ bei meinen Kunden landen.
Stoffstempel
Worauf achtest du bei deinen Materialien besonders, was ist dir wichtig?
Ich lege Wert auf natürliche Stoffe. Meist kaufe ich sie secondhand auf Flohmärkten, oder unterwegs auf Reisen. Dabei achte ich auf Struktur und eine schöne Anmutung. Ich mag den Gedanken, dass ein Stoff einmalig oder limitiert und nicht als Massenware erhältlich ist. Dabei kann es sein, dass die Stoffe auch mal ein bis zwei Jahre bei mir herumliegen bis sie zum Einsatz kommen. Stoffe von meinen Reisen nutze ich auch gerne nur für mich und nicht fürs Label – wegen der Erinnerungen…Und so wie die Stoffe, sind auch meine Stücke keine Massenware. Es gibt keine Kollektionen. Ich nähe und schaue was dabei entsteht. Wenn ich zehnmal das gleiche Teil nähen müsste, würde mich das einengen und es wäre schnell langweilig.
Wie bist du aufs Siebdrucken gekommen?
Während meines Studiums habe ich mich mit verschiedenen Drucktechniken beschäftigt. Siebdruck ist für mich ideal, um meine Motive einfach und per Hand auf Stoff zu bringen. Das funktioniert zwar im Rahmen meiner kleinen Werkstatt nicht super filigran, aber für mich ist das völlig okay, das Handgemachte soll ja auch sichtbar bleiben. Ein Muster auf Stoff ist immer ein schöner Blickfang, finde ich.
Wie entstehen deine Muster und Motive für deine Siebdrucke?
Ehrlich gesagt habe ich dafür keinen Masterplan. Ich scribble einfach vor mich hin und stelle dann die einzelnen Elemente am Rechner so zusammen, bis es mir gefällt.
ConnyReissverschlussWas bedeutet dein Label für dich?
Vaersgo ist wie ein kleiner Wellensittich für mich, wie ein Freund, mit dem man viel Spaß haben kann. Den ich aber auch in Ruhe lassen kann, wenn mir danach ist. Und so soll es auch bleiben: Ich möchte mich durch mein Label nicht unter Druck gesetzt fühlen. Und da ich nicht davon leben muss, ist es okay, wenn es auch mal zwei Wochen ruht. Mir ist es wichtig, Abwechslung zu haben, etwas Eigenes zu kreieren macht mich glücklich.
Was gibt es für Pläne, bleibt es eine Leidenschaft neben deinem Hauptberuf?
Ab Mai möchte ich in meinem Vollzeitjob als Grafikerin etwas kürzer treten. Die Idee ist, auf jeden Fall mehr Zeit für mein Label zu haben. Wobei ich alles auf mich zukommen lasse und einfach schaue, was die Zukunft bringt. Von daher lasse ich es ganz entspannt angehen.
Denkst du an neue Produkte?
Ich möchte mehr mit natürlichen Farbstoffen zum Textilfärben experimentieren. Ich denke da an Lebensmittel oder Pflanzen. Dabei entsteht oftmals eine einzigartige Optik. Außerdem möchte ich meine Produkte um Wohn-Accessoires erweitern, wie etwa Kissen oder Geschirrtücher. Wobei ich gerade noch dabei bin Material zu testen. Denn was nützt einem das schönste Geschirrtuch, wenn es nicht richtig abtrocknet?
KartensammlungWo können wir Vaergso Taschen & Co. kaufen?
Meine Stücke sind über verschiedene Onlineshops wie Dawanda , Etsy und meinen Eigenen  zu bekommen. Tschau Tschüssi in Leipzig verkauft auch eine kleine Auswahl. Außerdem bin ich im Herbst wieder auf Märkten unterwegs. Ich bin großer Fan des Hello Handmade Marktes in Hamburg.
Wie siehst du die derzeitigen Do-it-yourself-Geschehnisse – eher als Trend oder langfristige Bewegung?
Das ist eine spannende Frage. Ich weiß nicht, wohin sich das alles entwickeln wird. Ich mache auf jeden Fall weiter.
Verrätst du uns noch deine Lieblingsblogs?
Einen mag ich besonders:Fine little day. Ein sehr bekannter Blog aus Göteborg.
Liebe Conny, vielen Dank für das Gespräch und die Einblicke in deine Vaersgo-Werkstatt!

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